Materialien

Werkstoffe entscheiden über Stabilität, Ästhetik und Verarbeitbarkeit. Hier findest Du eine strukturierte Übersicht der Materialien, die wir im digitalen Fräszentrum indikationsgerecht verarbeiten.

Materialgruppen

Von hochästhetischer Vollkeramik bis zu wirtschaftlichen Metalllösungen: Die Auswahl erfolgt nach Indikation, Belastung, gewünschter Oberflächenwirkung und Weiterverarbeitung im Labor.

Vollkeramik

  • Lithium-Disilikat
  • Zirkon
  • Glaskeramik / Hybridkeramik
  • Ästhetische Einzelrestaurationen

Metalle

  • NEM (CoCr)
  • Titan
  • Stabile Kronen und Brücken
  • Verblendfähige Konstruktionen

Kunststoffe

  • PMMA
  • Schienenmaterialien
  • Eldy / flexible Versorgungen
  • Wachs und PEEK

Implantatnah

  • Individuelle Abutments
  • Titanbasen
  • Zirkon auf Ti-Base
  • Klare digitale Schnittstellen

Materialdetails

Die folgenden Angaben bündeln die aktuelle Materialliste: Hauptmaterialien, Alternativen, typische Indikationen und relevante technische Eckdaten.

Zirkon Multilayer

IPS e.max Zirconia von Ivoclar, mitentwickelt mit Sebastian Palm.

Zirkon Multilayer ist unser zentraler Werkstoff für hochfeste, ästhetische Restaurationen. Die Kombination aus 4Y-PSZ und 5Y-PSZ verbindet hohe Stabilität mit natürlicher Farbwirkung.

Biegefestigkeit ca. 1200 MPa bzw. 800 MPa je nach Materialzone
Ästhetik interne Einfärbung und hohe Farbgenauigkeit durch Multilayer-Aufbau
Zirkone in unserem Angebot ArgenZ HT+ ML Multilayer, ArgenZ HT+ color in 16 V-Farben und IPS e.max Zirconia von Ivoclar
Typische Indikationen
  • Kronen und 3-gliedrige Brücken
  • Mehrgliedrige Brücken mit bis zu 2 verbundenen Zwischengliedern
  • Mehrgliedrige Brücken mit bis zu 4 verbundenen Frontzahn-Zwischengliedern
  • Freiendbrücken mit einem Zwischenglied
  • Inlays, Onlays, Veneers und Maryland-Brücken mit einem Flügel
  • Hybridstrukturen, z. B. verschraubte Krone auf Ti-Base
  • All-on-X Versorgungen
Zirkone in unserem Angebot
  • ArgenZ HT+ ML Multilayer und ArgenZ HT+ color in 16 V-Farben
  • IPS e.max Zirconia von Ivoclar

IPS e.max CAD

Glaskeramik für ästhetische Einzelrestaurationen und ausgewählte Brückenindikationen.

IPS e.max CAD ist auf langlebige, ästhetische Versorgungen ausgelegt und wird dort eingesetzt, wo hohe Stabilität, natürliche Lichtwirkung und präzise Fräsbarkeit zusammenkommen sollen.

Biegefestigkeit ca. 530 MPa
Langzeitdaten dokumentierte Langzeitperformance mit ca. 95,2 % Überlebensrate über bis zu 15 Jahre
Bruchzähigkeit ca. 2,11 MPa·m1/2
Materialgruppe Lithium-Disilikat / Glaskeramik
Indikationen
  • Kronen im Front- und Seitenzahnbereich ab ca. 1,0 mm
  • Inlays, Onlays, okklusale Veneers und Teilkronen
  • Veneers ab ca. 0,4 mm Materialstärke
  • Dreigliedrige Brücken bis zum zweiten Prämolaren
Implantatnah
  • Hybrid-Abutments
  • Hybrid-Abutment-Kronen
  • Ästhetische Lösungen mit klarer technischer Schnittstelle

NEM (CoCr)

Denseo NEM als wirtschaftliche, stabile Metalllösung.

NEM eignet sich für stabile Kronen- und Brückenversorgungen und ist mit gängigen Keramiken verblendbar. Der Werkstoff ist eine robuste Option, wenn Festigkeit und Preis-Leistung im Vordergrund stehen.

Legierung CoCrMo, u. a. Co 63 %, Cr 29 %, Mo 6 %, Legierungstyp 4
Festigkeit Zugfestigkeit ca. 680 MPa, Dehngrenze ca. 400 MPa, Bruchdehnung ca. 9 %
Technik Dichte ca. 8,8 g/cm³, Vickershärte ca. 285 HV10/30, E-Modul ca. 250 GPa
WAK / Oxidbrand WAK 25-500 °C ca. 14,4 x 10-6 K-1, Oxidieren ohne Vakuum bei ca. 1000 °C
Geeignet für
  • Vollanatomische oder reduzierte Kronen
  • Stabile Brückenarbeiten
  • Metallgestützte Konstruktionen
Eigenschaften
  • Korrosionsbeständig
  • Bei Bedarf verblendfähig
  • Mit gängigen Keramiken problemlos verblendbar
  • Aus reinen Metallen mit geringen Spurenverunreinigungen
  • Wirtschaftliche Umsetzung mit guter Festigkeit

PMMA und Provisorien

CopraTemp ML und CopraTemp ML Base C für temporäre und langzeitprovisorische Versorgungen.

Mehrschichtiges PMMA eignet sich für Kronen und Brücken als Provisorium, Langzeitprovisorium oder in ausgewählten Fällen als permanente Versorgung. Die Multilayer-Struktur unterstützt einen natürlichen Farbverlauf. CopraTemp ML Base C ergänzt den Bereich für präzise gefräste Prothesenbasen.

Vorteile
  • Plaqueresistent
  • Gut polierbar
  • Mit Kunststoffen und Composites individualisierbar
  • Natürliche Wirkung durch unterschiedliche Schichten
  • CopraTemp ML Base C mit hellem Schichtanteil im interdentalen Bereich
  • Hochfeste Verbindung mit Prothesenzähnen und Kaltpolymerisaten
Indikationen
  • Kronen und Brücken als Provisorium
  • Langzeitprovisorien
  • Permanenter Zahnersatz in ausgewählten Fällen
  • Präzise gefräste Prothesenbasen
  • Voll- und Teilprothesen

Schienenmaterialien

Splint PMMA BioStar und Splint Memory transparent.

Für Schienen setzen wir auf thermoplastische PMMA-basierte Materialien mit hoher Biokompatibilität, guter Polierbarkeit und planbarer Langzeitstabilität.

Splint PMMA BioStar
  • Biokompatibles medizinisches Thermoplast
  • Langzeitstabil bis zu 12 Monate
  • Guter Haftverbund mit anderen Kunststoffen
  • Hohe Wirtschaftlichkeit
Splint Memory transparent
  • Thermomemory-Effekt
  • Hoher Tragekomfort und besondere Flexibilität
  • Keine Verfärbung oder Vergilbung
  • Langlebiges Material mit sehr hoher Biokompatibilität
  • Für alle Schienenarten geeignet
Indikationen
  • Aufbissschienen, therapeutische Schienen und Bissregulatoren
  • Bohrschablonen und weitere digitale Schienenkonzepte

Abutments und Titan

Medentika PREFACE-Abutments inklusive Abutmentschraube, Titan Grade 5 ELI / Ti6Al4V.

Für implantatnahe Arbeiten werden individuelle Titan- und CoCr-Abutments auf Implantaten gefertigt. Sie können in Kombination mit Kronen und Brücken zur Rekonstruktion von Funktion und Ästhetik eingesetzt werden.

Einsatz
  • Individuelle Titan-/CoCr-Abutments
  • Implantatgetragene Rekonstruktionen
  • Kombination mit Kronen und Brücken
Indikation
  • Wiederherstellung von Ästhetik und Funktion
  • Teilweise oder vollständig zahnlose Patienten
  • Präzise digitale CAD/CAM-Schnittstellen

Material abstimmen

Wenn Du unsicher bist, welcher Werkstoff zur Konstruktion passt, klären wir Indikation, Materialanforderung und Weiterverarbeitung direkt am konkreten Auftrag.

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Werkstoff und Fertigung

Materialien werden erst durch saubere Prozessführung zuverlässig.

Frässtrategie, Materialblock, Konstruktion und Weiterverarbeitung greifen bei jeder Versorgung ineinander. Deshalb betrachten wir Werkstoffe nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit dem späteren Laborprozess.

So entstehen Kronen, Brücken, Abutments, Schienen und Inlays, die nicht nur technisch passen, sondern auch wirtschaftlich und ästhetisch sinnvoll umsetzbar bleiben.

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